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Vorworte
Liebe Leserinnen und Leser
Liebe Besucherinnen und Besucher des 3. Tages der Kirchen
Es freut und ehrt uns sehr, dass der 3. Tag der Kirchen im und rund ums Münster stattfindet. Der ökumenische und trinationale Anlass steht in diesem Jahr unter dem aus dem 1. Korintherbrief stammenden Motto «Liebe hat einen langen Atem». Im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld sei die «Liebe» nie absolut umsetzbar, wird immer wieder gesagt. Was nichts anderes heisst, als dass in unserem Berufsleben und in unserem Alltag häufig anderes im Vordergrund steht. In der Tat: Bisweilen geht bei der vielerorts herrschenden Hektik ein wenig vergessen, dass Menschen sorgsam miteinander umgehen sollten. Gefragt sind also Geduld und Nachsicht. Und der gute Dialog, bei welchem das Zuhören einen hohen Stellenwert hat. Hin und wieder hilft ein Innehalten genau in diesen überladenen, hektischen Zeiten. Da stehen wir alle in der Verantwortung. Tagtäglich. Für uns selbst und unsere Umgebung. Wir gestalten sie durch unser Verhalten täglich mit. Das ist zuweilen anstrengend, weil es voraussetzt, sich mit sich selbst und der Umwelt auseinander zu setzen. Doch ich bin sicher, dass sich dieser Aufwand lohnt, damit die Liebe den langen Atem behält.
Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden 3. Tag der Kirchen!
Dr. Guy Morin, Regierungspräsident Basel-Stadt

«Die Liebe hat den langen Atem» - unter diesem Motto findet der ökumenische trinationale Anlass statt. Liebe und Atem sind universelle Begriffe, die an keine Grenzen gebunden sind. Die Liebe lässt sich genauso wenig eng definieren wie der Glaube. Und Atem? Fühlen Sie in sich hinein! Ist wirklich jeder Atemzug identisch mit dem vorhergehenden? Oder mit dem Ihres Mitmenschen? Und dennoch: Es ist ein verbindendes Element, wie die Liebe - mit all ihren differenzierten Schattierungen. Und wie der Glaube, davon lebt die Ökumene. Sinnbildlich brechen wir heute hier die geografischen Grenzen auf. Seien wir stolz und froh, dass ein solcher Anlass, trinational und ökumenisch, bei uns möglich ist. Als Politiker wünsche ich mir manchmal auch etwas «Ökumene»: Dass wir, so unterschiedlich wir gewisse Dinge sehen mögen, im Sinne der Sache gemeinsam handeln. Die Liebe hat den langen Atem, nicht nur über Landesgrenzen hinaus, sondern auch über die geistigen Grenzen hinweg!
Ihr Jörg Krähenbühl
Regierungspräsident Kanton Basel-Landschaft

